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VDSL – Die neue Technologie

VDSL steht für „Very High Speed Digital Subscriber Line“. Oder, anders ausgedrückt:“ Digitaler Teilnehmeranschluss mit sehr hoher Datenübertragungsrate“. Es ermöglicht  Datenübertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s. Soviel bietet zumindest die Telekom zurzeit an. Theoretisch sind höhere Geschwindigkeiten möglich.

Die Upstreamgeschwindigkeit liegt bei fünf Megabit. Ermöglicht wird diese Geschwindigkeit von der Glasfasertechnik. Mit den alten Telefonkabeln aus Kupfer sind solche Geschwindigkeiten nur auf Distanzen von 300 bis 1.000 Metern möglich. Daher enden die Glasfasern in den Mulitfunktiongehäusen, die den meisten wohl eher als graue Kästen zwischen Grundstücken und Straßenrand bekannt sind. In ihnen befindet sich das so genannte Outdoor- DSLAM, das den Übergang vom Glasfaser- zum Kupferkabel regelt.

Diese Strecke ist zu kurz, um vom Hausanschluss bis zur nächsten Vermittlungsstelle zu gelangen. Mitte 2006 verfügten bereits zehn deutsche Städte über diese Technik. 10.000 Kilometer hat die Telekom schon von der Glasfaser verlegt. Damit können drei Millionen Haushalte versorgt werden. Der Telekom als Vorreiterin war dies eine Investition von 500 Millionen Euro wert. Ende 2007 konnte die Telekom das VDSL Netz schon in 27 Städten anbieten. 2008 sollen nochmal 13 Städte dazu kommen.

Bisher ist VDSL in Berlin, Bochum, Bonn, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Frankfurt am Main, Friedrichshaven, Fürth, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, Mainz, Mannheim, München, Nürnberg, Offenbach, Stuttgart, Wiesbaden und Wuppertal. Dieses Jahr sollen Aachen, Braunschweig, Böblingen, Erfurt, Kassel, Mönchengladbach, Magdeburg, Neuss, Oldenburg, Regensburg, Saarbrücken, Ulm und Würzburg folgen.

Nun mag man sich fragen, wozu solch hohe Übertragungsraten nützlich sein sollen, denn zum Emails abfragen, surfen oder Dateien runterladen reicht ein DSL 6.000 Anschluss vollkommen aus. Nicht aber, wenn man neue Techniken richtig nutzen will. Die derzeit innovativste Erfindung ist das Triple Play. Da werden über das Telefonkabel Internet, Telefon und Fernsehen empfangen – gleichzeitig. Die Technik ermöglicht dann beispielsweise Video on Demand.

Nachteil des Triple Play ist, dass eine Störung des Dienstes alle Dienste betreffen kann, was einem Totalausfall gleichkäme. Gleiches gilt natürlich, wenn Triple Play von den Kabelfernsehenanbietern angeboten wird. Diese sind die große Konkurrenz in dem Geschäft. Ähnlich wie beim Kabel- oder Satellitenfernsehen kommen via Internet ca. 70 gebührenfreie Sender ins Haus.
Wer die alle braucht, ist eine andere Frage. Damit der Fernseher im Schlaf- oder Wohnzimmer die DSL-Signale empfangen kann, muss entweder ein Netzwerkkabel quer durch die Wohnung verlegt werden oder man schafft sich einen so genannten Powerlineadapter an, der die TV-Signale über die Steckdose vom DSL-Anschluss bis zum Fernseher übermittelt. Eine dritte Möglichkeit besteht in der drahtlosen Überbrückung dieses Weges.