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Provider

Internetprovider bieten für das Internet Dienste, Inhalte und Technik an. Im Sprachgebrauch werden sie auch Internetdienstanbieter, Internetdienstleister, Provider oder Internetanbieter genannt. Gemeint ist immer das selbe.
Ein Internetprovider bietet in der Regel die Dienste Domain-, Web-, Server- und Mailhosting an. Housing, Colocation, das Verfassen und Erzeugen von Inhalten (Content) gehört genauso zu seinem Aufgabengebiet.
Mit Domainhosting ist die Registierung und der Betrieb von Domains innerhalb des Domain Name Systems gemeint. Beim Serverhosting werden virtuelle und dedizierte Server, wahlweise mit deren Wartung und Datensicherung, angeboten. Webhosting bezeichnet die Unterbringung von Webseiten auf einem Webserver. Mailhosting bedeutet, dass Maildomains auf von Providern betriebenen Servern zur Verfügung gestellt werden. Housing ist, wenn ein Internetprovider seinem Kunden eine Rechenzentrum für die die Servercomputer anbietet. Außerdem gehören das Kümmern um eine unterbrechunsfreie Stromversorgung oder redundante Klimaanlagen dazu. 

Wenn wir für zu Hause Internet haben wollen, stehen uns eine Vielzahl von Anbietern zur Verfügung. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Hinzu kommt, dass jeder einzelne Provider jede Menge Tarife anbietet. Zuerst sollte man sich informieren, was es überhaupt so alles gibt. Dann kann man hinterher zielgerichteter suchen. Z.B. bieten die Internetprovider verschiedene Datenübertragungsraten an. Dies fängt meist bei 1.000 Kbit/s an und hört dann bei 16.000 Kbit/s auf. Analoges Surfen oder die Verbindung in ISDN-Geschwindigkeit ist kaum noch üblich, was an der langsamen Technik liegt. Da der Seitenaufbau immer komplexer wird, werden die Ladezeiten immer länger. Weil aber die DSL-Tarife immer erschwinglicher werden, steigen viele Neukunden gleich mit dieser schnellen Technik in die Internetwelt ein.

Neben der Geschwindigkeit ist ein weiteres Kriterium bei der Suche nach dem geeigneten Internetprovider das Gesamtpaket. So werden z.B. so genannte Doppelflats angeboten. Dann bekommt der Verbraucher Internet und Telefon von einem Anbieter und kann beides zum Pauschalpreis nutzen. Die Flatrate bezieht sich dann nur auf deutsche Festnetznummer. Das Anrufen von Mobiltelefon- oder Sonderrufnummern lässt weitere Kosten entstehen.
Dann gibt es sogar noch Tarife, bei denen der Provider die Nutzung von Internet, Festnetzanschluss und Mobiltelefon in einem anbietet. Mit dem Mobiltelefon können dann im Rahmen des Leistungsumfangs Rufnummern desselben Anbieters und Festnetzrufnummern angerufen werden, ohne das weitere Kosten entstehen. Dann gibt es manchmal die Hardware vergünstigt oder umsonst dazu. Es gibt auch Lockangebote, wo die Nutzung der Dienste des Internetproviders für die ersten paar Monate keine oder reduzierte Gebühren kostet. Dies alles macht den Vergleich der einzelen Tarife untereinander so schwierig.

Der Internetprovider, den Sie sich ausgesucht haben, sollte ein möglichst kurze Vertragslaufzeit haben. So können Sie schneller wechseln, wenn Ihnen ein Angebot der Konkurrenz verlockender erscheint. Ob ein Provider in Ihrer Region seine Leistungen anbietet, können Sie mit einem Tarifrechner heraus bekommen. Dazu müssen Sie Ihren Wohnort oder Ihre Vorwahl angeben. Denn nicht überall kann aus technischen Gründen die Breitbandtechnik angeboten werden.